Road Trip Südfrankreich – Über Marseille zurück nach Nizza

Die Reise geht weiter… (den Reisebericht zum ersten Teil unserer Route könnt ihr hier lesen).

Von Grenoble aus ging es wieder zurück Richtung Mittelmeerküste. Nächstes Ziel sollte Montpellier sein. Auf dem Weg dorthin haben wir zum Übernachten in einem kleinen verschlafenen Dorf Halt gemacht.

Das kleine Weindorf Gigondas mit rund 500 Einwohnern ist ein herrlicher Ort um einfach mal abzuschalten und die Seele baumeln zu lassen. Ohne Straßenlärm und hektisches Treiben kann man hier zum Sonnenuntergang durch die Weinberge schlendern. Wir hatten hier eine sehr liebevoll hergerichtete Unterkunft. Es stehen lediglich drei Zimmer zur Auswahl, was eine sehr persönliche und familiäre Atmosphäre zaubert. Das zugehörige Restaurant sowie der familieneigene Weinshop laden wie selbstverständlich zum Verweilen ein.

Hier an diesem Fleckchen Erde hat es mich wirklich erwischt. Ich war verliebt und bin es immer wieder, wenn ich mir die Bilder anschaue. Nur schweren Herzens habe ich meinen Koffer wieder gepackt und weiter ging es mit unserem Road Trip. Schließlich warteten noch weitere schöne Orte darauf erkundet zu werden…

Einen kleinen Abstecher haben wir dann noch nach Avignon gemacht. Die Stadt liegt in der Provence direkt am Ufer der Rhone, zählt durch ihren historischen Stadtkern zum UNESCO-Kulturerbe und ist absolut sehenswert. Unbedingt anschauen sollte man sich hier die Pont Saint-Bénézet, den Papstpalast und die alte Stadtmauer. Zudem gibt es sehr viele toll angelegte Parks und Gärten und unzählige sehenswerte historische Gebäude.

Von Montpellier waren wir ehrlich gesagt etwas enttäuscht, so dass wir uns nach dem Frühstück direkt wieder auf den Weg gemacht haben und die Zeit genutzt haben auf dem Weg nach Marseille, unserer nächsten Station, noch in die Camargue zu fahren. Das Naturschutzgebiet ist unter anderen bekannt für seine weißen Pferde und die Flamingos und sollte auf jeden Fall auf der Reiseroute einen Platz finden.

Weiße Pferd ein der Camargue

In Marseille angekommen  stand auf der To-do-Liste ganz weit oben die älteste Bäckerei der Stadt „Four des Navettes“ zu besuchen und sich mit den traditionellen kleinen Köstlichkeiten einzudecken sowie einen kleinen Aufstieg zur Notre-Dame de la Garde zu machen. Von hier oben hat man einen tollen Ausblick über die Stadt und den alten Hafen.

Marseille Hafen

Marseille Ausblick

Die Stadt kann hervorragend zu Fuße entdeckt werden. An jeder Ecke gibt es gemütliche Cafés und Restaurant und auch zum Shoppen lohnt sich ein Stadtbesuch.

Weiter Richtung Côte d’Azur, unweit von Marseille, befindet sich der Nationalpark Calanques, eine der schönsten und unberührtesten Landschaften Frankreichs. Wir waren hier an der Calanque de Sormiou. Die von steilen Felsenhängen umschlossene Bucht bietet einen tollen Blick auf das türkisblaue Mittelmeer.

Calanque de Sormiou

Calanque de Sormiou

Der letzte Ort unserer Reise, bevor es wieder von Nizza nach Hause ging, war Saint-Tropez. Nicht entgehen lassen sollte man sich hier einen Spaziergang durch den Jachthafen. Bei einem Kaffee in einem der zahlreichen Cafés kann man hier wunderbar beobachten wie die millionenschweren Boote der Schönen und Reichen herausgeputzt werden. Die Promidichte ist hier auf jeden Fall sehr hoch. Zum Übernachten war es uns in Saint-Tropez dann doch etwas zu dekadent (und zu kostspielig) und wir sind in das etwa 30 Minuten entfernte Sainte-Maxime weiter gefahren. Kleiner Tipp für alle Sportbegeisterten: hier kann man auch wunderbar an der Promenade Laufen gehen.

Saint-Tropez

Zur besseren Orientierung habe ich nochmal die gesamte Strecke, die wir gefahren sind, zusammengestellt. Die grobe Route hatten wir bereits vor Abreise festgelegt und unsere Unterkünfte dementsprechend im Voraus gebucht. Es lohnt sich aber immer unterwegs auch mal abseits der geplanten Route zu fahren, so lernt man oft die wirklich schönen Ecken kennen, die nicht so  überlaufen von Touristen sind. Die Einheimischen geben hier gerne auch mal ein paar tolle Tipps und Empfehlungen.

5 Comments

  1. hört sich nach einem tollen Trip an, Provence und Côte d’Azure stehen bei mir auch noch auf der Liste, wie lange wart ihr denn insgesamt unterwegs?
    liebe grüße

    1. Insgesamt waren wir eine Woche unterwegs. Nächstes Mal würde ich mir aber auf jeden Fall mehr Zeit nehmen.

  2. Wow, so ein Trip würde uns auch gefallen!
    Vor über zehn Jahren war ich während meiner Französisch-Sprachreise in der Gegend und hab nur die besten Erinnerungen 😉

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